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Katzenkrankheiten erkennen: 12 stille Warnzeichen deiner Katze

Wie geht’s deiner Katze – wirklich? Katzen sind wahre Meister darin, Schmerzen oder Unwohlsein zu verbergen. Vieles, was auf ernsthafte Katzenkrankheiten hindeutet, sieht im Alltag oft unscheinbar aus:

  • ein verändertes Trinkverhalten,
  • weniger Spiellust oder
  • ein „komischer“ Blick.
Katzenkrankheiten erkennen 12 stille Warnzeichen deiner Katze

Gerade weil Katzen so still leiden, ist es wichtig, ihre Körpersprache, ihr Verhalten und subtile Veränderungen genau zu beobachten.

In diesem Artikel zeige ich dir 12 wichtige Warnzeichen, an denen du erkennst, dass mit deiner Katze etwas nicht stimmt – auch wenn es auf den ersten Blick gar nicht so aussieht. Manche Symptome für Katzenkrankheiten sind harmlos. Andere können lebensbedrohlich sein. Hier erfährst du, worauf du achten solltest.

 

 


1. Veränderungen beim Fressen und Trinken

Frisst deine Katze plötzlich weniger – oder gar nichts mehr? Das kann auf

  • Schmerzen im Maul,
  • Zahnprobleme,
  • Übelkeit oder auch
  • Stress hindeuten.

Wenn Futter sogar aus dem Maul fällt, liegt womöglich eine Entzündung oder Zahnerkrankung vor. Auch wenn sie übermäßig viel oder kaum noch trinkt, können dahinter ernste Ursachen wie

  • Nierenprobleme,
  • Diabetes oder
  • Stoffwechselstörungen stecken.

Wichtig: Frisst eine Katze länger als 24 Stunden gar nichts, ist das ein Notfall!


2. Plötzlicher Rückzug oder ungewöhnliche Schlafplätze

Katzenkrankheiten erkennen 12 stille Warnzeichen, Rückzug deiner Katze

Versteckt sie sich häufiger? Zieht sie sich in Ecken zurück, wo sie sonst nie liegt? Solche Veränderungen deuten oft auf

  • Schmerzen,
  • Stress oder eine
  • schwelende Erkrankung hin.

Besonders alarmierend ist es, wenn deine Katze deine Nähe plötzlich meidet, obwohl sie sonst sehr zutraulich ist.


3. Veränderte Bewegungsfreude

Will deine Katze nicht mehr springen – oder zögert auffällig lange, bevor sie irgendwo hochspringt? Das kann auf

  • Gelenkschmerzen,
  • Arthrose oder sogar
  • Rückenprobleme hindeuten.

Gerade ältere Katzen sind davon oft betroffen.

Auch ein verkrampfter oder wackeliger Gang, hochgezogener Rücken oder angespannter Bauch sind Hinweise auf körperliche Beschwerden – wie

  • Bauchschmerzen,
  • neurologische Störungen oder
  • Muskelverspannungen.

4. Wesensänderung & Desinteresse

Eine sonst ausgeglichene Katze wird plötzlich aggressiv oder schreckhaft? Oder sie zeigt gar kein Interesse mehr am Spielen, Jagen oder Schmusen – selbst beim Lieblingsleckerli? Veränderungen im Verhalten sind oft ein stiller Schrei nach Hilfe.

  • Schmerzen,
  • hormonelle Störungen oder sogar
  • Depressionen

können dahinterstecken.


5. Unsauberkeit und verändertes Toilettenverhalten

Wenn eine Katze plötzlich außerhalb des Katzenklos uriniert oder kotet, hat das meist einen ernsten Grund:

  • Schmerzen beim Wasserlassen,
  • Blasenentzündung,
  • Stress oder sogar
  • Nierenerkrankungen.
Krankheiten deiner Katze früh erkennen, Warnzeichen Unsauberkeit bei Katzen

Auch Farbe, Geruch und Konsistenz von Urin oder Kot liefern wertvolle Hinweise – z. B. bei

  • Parasiten,
  • Infekten oder
  • Darmerkrankungen.

6. Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung können auf ernste Katzenkrankheiten hindeuten

Gelegentliches Erbrechen ist bei Katzen nicht immer dramatisch. Doch wenn es häufiger auftritt – vor allem mit Schleim, Blut oder Futterresten – ist Vorsicht geboten. Das Gleiche gilt für anhaltenden Durchfall oder Verstopfung. Ursachen können

  • Infektionen,
  • Futterunverträglichkeiten oder
  • chronische Entzündungen sein.

7. Reduzierte Fell & Körperpflege

Ein ungepflegtes, stumpfes oder fettiges Fell ist ein klassisches Anzeichen dafür, dass sich deine Katze nicht wohlfühlt und bestimmte Katzenkrankheiten dahinter stecken können. Denn: Gesunde Katzen putzen sich regelmäßig – aus Instinkt, nicht aus Eitelkeit.

Katzenkrankheiten erkennen 12 stille Warnzeichen, Kahle Stellen lecken  Katze

Aber auch übermäßiges Lecken (z. B. am Bauch) ist ein deutliches Warnzeichen:

  • Stress,
  • Allergien,
  • Parasiten oder sogar
  • Tumore (denkbar, wenn z.B. der Bauch kahl geleckt wird)

können der Grund sein. Achte auf kahle Stellen, Rötungen oder Wunden.


8. Merkwürdige Sitz-, Schlaf- oder Atemhaltung

Liegt deine Katze häufig ausgestreckt auf dem Bauch mit gestreckten Vorderbeinen? Oder atmet sie dabei sichtbar „aus dem Bauch heraus“? Solche Positionen können Versuche sein, besser Luft zu bekommen – z. B. bei

  • Herz- oder Lungenerkrankungen (HCM, Wasser in der Lunge/ Lungenödem).

Auch schnelles Atmen im Schlaf oder pumpende Atmung solltest du ernst nehmen.

Wenn sie plötzlich öfter mal in einer ungemütlichen oder angespannten Kauerhaltung hockt und es scheint, als wäre sie währenddessen gedanklich woanders, dann können auch

  • Bauchschmerzen aufgrund von Magen-Darm-Problemen oder
  •  andere Erkrankungen der inneren Organe  (z.B. Nierenerkrankungen, Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen, Tumore) dahinterstecken.

Bitte unbedingt zeitnah abklären lassen!


9. Verändertes Gesicht zeigt Katzenkrankheiten – der Schmerz ist sichtbar

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Die sogenannte „Feline Grimace Scale“ beschreibt typische Schmerzgesichter bei Katzen: schmale Augen, gespannte Schnurrhaare, zurückgelegte Ohren, hochgezogene Mundwinkel. Wenn du das bei deiner Katze erkennst – hinsehen lohnt sich. Es sind messbare Anzeichen für Schmerzen!


10. Neurologische Auffälligkeiten & starke Symptome

Zittern, Zuckungen (z. B. am Rücken), plötzliches Schwanken oder unsicheres Gehen können auf eine

  • neurologische Störung,
  • Schmerzen in den Gelenken,
  • Rückenerkranknungen,
  • Vergiftung oder sogar eine
  • akute Schwäche hindeuten.

Auch Sabbern oder Schaum vor dem Maul sind starke Alarmzeichen – hier besteht Lebensgefahr, z. B. durch:

  • Vergiftung oder
  • epileptische Anfälle.

11. Husten, Niesen, tränende Augen

Klingt nach einem banalen Infekt – kann aber auch

  • Katzenschnupfen,
  • Allergien oder ein
  • Fremdkörper im Nasen-Rachen-Raum sein.

Wird der Husten „feucht“ oder kommt Atemnot dazu, kann ein

  • Lungenödem die Ursache sein.

In Verbindung mit Herzerkrankungen kann das schnell lebensgefährlich werden.


12. Der „besorgte“ Blick

Du kennst deine Katze besser als jeder andere. Wenn du das Gefühl hast: „Irgendetwas stimmt nicht“ – nimm es ernst. Glasige Augen, ein müder Ausdruck, das Hervortreten des dritten Augenlids – all das kann auf

  • Fieber oder ein
  • allgemeines Krankheitsgefühl hindeuten.

Schau genau hin – deine Katze zeigt dir mehr, als du denkst. 

Krankheiten bei Katzen erkennen 12 stille Warnzeichen, auf die du achten musst

Viele Katzen leiden still. Gerade deshalb ist es so wichtig, auf leise Warnzeichen zu achten – und nicht erst zu reagieren, wenn es offensichtlich wird. Je früher du Veränderungen bemerkst, desto besser sind die Heilungschancen. Du musst nicht bei jedem Niesen in Panik verfallen – aber ein gutes Bauchgefühl, kombiniert mit Beobachtung und Wissen, rettet im Zweifel Leben.

Fazit: Wenn dir etwas komisch vorkommt:

Lieber einmal zu früh zum Tierarzt als einmal zu spät.

Deine Katze wird es dir danken.

Wenn du noch tiefer einsteigen möchtest in diese wichtige Thematik, dann schaue dir unbedingt auch unser umfassendes Video zu dem Thema: „Kranke Katzen leiden still“ auf YouTube an.


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